Dienstag, 6. Januar 2009
 
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Mineralien

Die Insel ist geologisch gesehen in drei Teile geteilt:

  • Der westliche Teil, wo sich der Monte Capanne erhebt, besteht vorherrschend aus Granit, Tomalin, Beryl, Serpentin und Perfid.
  • Der mittlere Teil ist östlich aus Diabase und Serpentin geformt, im westlichen Teil aus Quarz-Perfid und Granit.
  • Der östliche Teil hat eine komplexere Zusammenstellung: Der mittlere Teil des Monte Calamita und der Küstenteil über Porto Azzurro und Rio Marina besteht aus palaeozeuischen Mikzysten, Feldspat, Quarz, Turmalin, Marmor und Dolomien. In der Gegend von Capoliveri findet man Perfid und Kalkmassen; der nördliche Teil ist reicher an Eisenmineralien wie Oligyst, Lymonit und Magnaetit, hier findet man auch ardesianische Zysten, Ärenarien und Puddinghen aus Permian und mesozeuischen Kalk.

Um die Geschichte der elbanischen Mineralien besser kennenzulernen, haben wir uns an die Texte von Graziano Rinaldi gehalten, der das Buch „Elba - Die Insel der Mineralien“ geschrieben hat, von Fremdenverkehrsamt Toskanischer Archipel herausgegeben.

In Etrurien, sagt man, befindet sich eine Insel namens Aethalia, im gleichnamigen Bergwerk wurde Kupfer abgetragen. Damit, sagt man, wurden alle handwerklichen Dinge produziert. Später hat man keines mehr gefunden; aber nach langer Zeit, tauchte das Eisenbergwerk wieder auf, von dem sich heute noch die Etrusker bedienen, die in der Stadt namens Populonia wohnen.
De Mirabilibus Auscultationibus

Geschichtliche Notizen von Pseudo - Aristoteles: 3.-2. Jahrhundert vor Christus

Limonite - Foto Archivio APT Arcipelago toscanoDas kristallklare Meer und das vom kräftigen Grün der mediterranen Macchia dominierte Land haben dazu geführt, dass Elba jetzt vom Tourismus heimgesucht wird. Aber wer den kostbarsten Schatz, den die Insel besitzt, finden will, muss unter der Erde suchen. Deshalb haben seit über vier Generationen Bergwerkarbeiter nach Kupfer und dann nach Eisen gegraben. Auch der Name der ältesten Insel (Aethalia=Flamme) kommt von den Flammen aus den Öfen für die Eisenreduzierung, die zahlreich zu der Zeit waren, als die Griechen im Tyrrhenischen Meer kreuzten, auf ihren Reisen zwischen den süditalienischen und den Kolonien in Marseille.

Die westliche Welt kannte die Macht Rom noch nicht, aber im ganzen Mittelmeerraum wusste man, dass zwischen Korsika und Etrurien eine an Eisen außerordentlich reiche Insel lag.

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Schließlich war es gerade Elba, die die Etrusker, die raffinierteste Zivilisation Italikas, reich gemacht hat.

Magnetite - Foto Archivio APT Arcipelago toscanoDie Insel erschien so reich an Mineralien, dass seit der Antike die Legende weitergegeben wurde, die von der Unerschöpflichkeit der Bergwerke spricht. Jahrhunderte lang haben die Reichlichkeit und Reinheit des Hämatit die menschlichen Lebensbedingungen bestimmt, aber im Oktober 1981 wurde das letzte Eisenbergwerk der Insel Elba geschlossen.

Nach Jahrhunderten von intensiver Ausbeutung werden die Bergwerke Elbas nicht mehr von Bergwerkarbeitern, sondern von Sammlern und Mineralienforschern besucht. Um die Wahrheit zu sagen, kannten auch die alten Bergwerkarbeiter „Scherze des Eisens“. So nannten sie die extravaganten Formen und Farben der Kristalle. Der elbanische Hämatit formt typische Rosenkristalle und fehlt in keinem mineralogischen Museum, das auf sich hält. Und N.Stenone hat im 17. Jahrhundert den Hämatit und den elbanischen Quarz studiert und die Gesetze der modernen Kristalogie entdeckt.

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Die Mineraliengegenden im östlichen Teil der Insel, deren Arbeitsstellen verlassen wurden, sind ein idealer Ort, um sich in die großen suggestiven und farbenprächtigen Landschaften einzufinden, die aus Stille und antikem Land gemacht sind. Orte die durch die menschliche Arbeit komplett verändert worden sind, die aber eine eigene wilde Kraft erhalten haben, die uns auf den Ursprung unseres Planeten zurückweist.
Wer wissenschaftliches Interesse hegt, wird auf der ganzen Insel fündig, nicht nur im Mineralogischen-Freilichtmuseum, so wie Bernardino Lotti gegen Ende des 9. Jahrhunderts, der erste Geologe, der eine genaue Landkarte von Elba zeichnete, die man heute noch kaufen kann.

Im Westen auf dem Monte Capanne, hat man nie gegraben um Eisen abzutragen, aber seit mehr als 150 Jahren konzentrieren Wissenschaftler und Sammler ihr Interesse auf diesen Berg: In seinen Venen gräbt man bezaubernde Kollektions-Kristalle aus
Turmalin und Beryl und andere zahlreiche Mineralien.


Das heißt, es ist nicht merkwürdig, wenn die Insel in aller Welt bekannt ist, nicht nur wegen ihrer Schönheiten sondern auch aufgrund der Seltenheit ihrer Mineralien.

Achtung: Die Parkverordnung straft jeden, der Mineralien ohne Genehmigung der Parkinstitution sammelt.

Wo man Mineralien besichtigen kann:
Auf der Insel kann man zwei ausschließlich elbanische Museen besichtigen:
Das Museo Minerali Elbani collezione "Alfeo Ricci" in Capoliveri, im Altstadtzentrum (700 Exemplare). Das Museum "Erisia Gennai Tonietti" in Rio Marina im Rathaus mit 24 Schaukästen und ca. 1.000 Exemplaren und in Porto Azzurro in einer Privatsammlung bei Giannini Minerali oder in der Piccola Miniera ein beeindruckender didaktischer unterirdischer Weg, auf dem ein Bergwerk wahrheitsgetreu nachgebaut wurde.

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